Die Karte und der Geek

Mittwoch, 18.08.2010 um 18:31 von Peter Marquardt


Es gibt tausende von Visitenkarten auf dieser Welt und die meisten sind irgendwie gleich. Sie enthalten Name, Anschrift, Diverse Nummern und Email-Adressen. Vielleicht eine URL, sind wenns gut läuft einigermaßen gut gestaltet und haben ein ansehnliches Motiv auf einer Seite. Außerdem haben sie alle ein Ziel: Möglichst einfach möglichst viele Kontaktinformationen präsentieren.

Ich habe allerdings ganz andere Vorstellungen wie eine Visitenkarte zu sein hat: Als erstes soll sie eine Hürde bieten, die nur Leute überwinden, die es ernst meinen. Haben sie diese aber hinter sich gelassen und so ihre Kontaktbereitschaft signalisiert, mögen sie von mir ebenfalls kontaktfreudig begrüßt werden. Die Gestaltung muss nett aber schlicht sein.

Enter the Geek Card

Meine geekigen Visitenkarten

Seit einem Jahr hatte ich schon die Idee, eine entsprechende Karte für mich zu machen und heute halte ich sie das erste Mal in den Händen. Sie funktioniert wie folgt:

Der Empfänger erhält von mir eine Karte. Auf der Karte steht nur mein Name und auf der anderen Seite ein fünfstelliger Code und eine dazugehörige Webadresse. Alle Codes sind natürlich verschieden. Das ist so, damit ich kurz nach dem Vergeben der Karte mein iPhone zücken und im Admin-Interface den Code raussuchen, den Ort der Übergabe und den Namen der Person eintragen kann. Außerdem bestimme ich, welche Kontaktdaten mein Gegenüber erhalten soll.

Das Administrations-Interface am iPhone

Mit seinem Computer, Smartphone oder sonstigen webfähigen Gerät kann das Gegenüber dann im Falle der erwünschten Kontaktaufnahme die Adresse mit Code besuchen und wird mit Name begrüßt. Es steht außerdem dabei wann und wo die Karte überreicht wurde. Die Kontaktdetails fehlen natürlich auch nicht, man kann sie sogar fürs digitale Adressbuch als vCard herunterladen. Wer zu faul ist, die Daten zu nutzen, kriegt auch ein Kontaktformular.

Die Umsetzung der Papierkarten, des iPhone-Admin und der digitalen Karte hat die Abende etwa einer Woche beansprucht. Das Konzept konnte etwas länger reifen. Mein Geekherz ist damit sehr zufrieden und meine Kontaktpersonen werden es hoffentlich auch sein.

Wer Sich fürs Technische interessiert: Die Karten sind Moocards auf Umweltpapier, ausgestattet mit 50 unterschiedlichen Rückseiten, die ich mit Processing generiert habe. Der elektronische Part ist in PHP/MySQL geschrieben. Hier wurden auch die Codes generiert und in die Datenbank sowie für Processing in eine Textdatei geschrieben — ein Code pro Zeile. Die vCard ist übrigens wie die Landingpage auch nur mit den Kontaktdaten ausgestattet, die ich vorher ausgewählt habe.

Mehr steckt nicht dahinter und ich bin glücklich :)

Update:

Weil ich jetzt schon fünf mal gefragt wurde: Natürlich habe ich die Karte selbst gestaltet und auch die Hintergründe sind von mir. Letztere sind fractal flames, also Fraktale.

Sprechblase Kommentare deaktiviert
Dunkelstern – Samstag, 21.08.2010 um 15:28:

Die Idee ist saugut, ich werd das einfach mal übernehmen ;)

(Kommentartest 123 :P)

Dunkelstern – Samstag, 21.08.2010 um 15:28:

/me will farbrad sehen ;)

Peter Marquardt – Samstag, 21.08.2010 um 15:30:

Es gibt kein Farbrad, es gibt für jeden Kommentar ne Farbe :)

Dunkelstern – Samstag, 21.08.2010 um 15:31:

Ah dat ändert sich so ganz langsam nu…

Peter Marquardt – Samstag, 21.08.2010 um 15:32:

Hehe spaß mit Kommentaren

Joy – Samstag, 21.08.2010 um 19:18:

Hübsch, Herr M. , sehr, sehr hübsch!

Peter Marquardt – Samstag, 21.08.2010 um 21:04:

Was jetzt, die Visitenkarten oder die Farben in den Kommentaren? Danke auf jeden Fall :)