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Montag, 23.04.2012 um 12:36 von Peter Marquardt


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Und es verkauft sich doch?

Sonntag, 15.05.2011 um 14:20 von Peter Marquardt


Am 9. März habe ich mein Album reverse kill veröffentlicht und hier drüber geschrieben. Es war ein Experiment, von dem ich mir nicht wirklich viel Erfolg versprach, aber natürlich welchen erhoffte. Jetzt habe ich die erste Abrechnungsperiode hinter mir und will gerne darüber berichten. Vorweg: Es lief nicht gut, aber auch nicht wirklich schlecht. Werbung ist König.

Die Werbetrommel

Die Werbemaschine scheint nach wie vor der Weg zu sein, Verkäufe zu generieren. Natürlich, woher sollen die Leute denn auch wissen, dass ich Musik mache, es ein Album von mir zu kaufen gibt und was sie erwartet? Weit hat es die Werbemaschine aber auch nicht geschafft, was natürlich auch daran liegt, dass ich sie nicht richtig angeschoben habe. Das war auch nicht wirklich Teil des Experiments.

Erst mal habe ich auf Twitter zwei/drei Tweets zum Thema abgesetzt. Einige meiner Follower haben das dann retweetet. Ich konnte etwa 10-15 Retweets und Erwähnungen nachvollziehen, danke dafür. Außerdem wurde ein paar mal darüber gebloggt, mindestens einmal auf englisch an eine größere Leserschaft.

Geld rein, Geld raus

Mein Plan war, die Investition von knapp $50 wieder rein zu holen. $50 hatte es bei Tunecore gekostet, das Album in iTunes, Amazon MP3, Spotify und weitere Dienste einzustellen. Alles was über meine Investition hinaus eingenommen wird wäre natürlich auch willkommen. iTunes stellt einem keine Liveübersicht über Einnahmen bereit, sondern bietet zwei Formen der Information: Ein wöchentlicher »trend report«, der relativ genau aber nicht exakt wiedergibt, wann wieviel gekauft wurde, und einen monatlichen »sales report«, der exakt angibt, wieviel Geld eingenommen wurde und einem danach bereit steht. Diesen monatlichen Report gibt es aber erst wesentlich später nach dem Abrechnungszeitraum. Das dürfte der Musikindustrie geschuldet sein, da iTunes vermutlich wegen der großen Labels nie auf Live-Statistiken und dergleichen ausgelegt war. Die Mühlen der Musikindustrie mahlen langsam.

Was hat's gebracht?

Weniger als erhofft. Da sich keine elf oder mehr Titel auf meinem Album befinden, werden Verkäufe nicht nach Alben sondern nach Einzeltiteln berechnet, weshalb ich nicht sagen kann, wieviele Leute das ganze Werk gekauft haben, aber ich kann hochrechnen und komme so auf 10,375 verkaufte Alben. Davon 9,125 in Deutschland. Der Rest wurde in Schweden verkauft. In den USA oder sonstigen Ländern kein einiziger Song. Witzig ist: Ich weiß wer das Album in Schweden gekauft hat und kenne mindestens 7 der Käufer aus Deutschland. Bleiben nur um die 2 Alben, von denen ich die Käufer nicht kenne. Ziemlich mageres Ergebnis.

Trotzdem habe ich meine Investition wieder drin. Grade so. Pro verkauften Song erhalte ich 0,71 Eurocent, was in Summe auf knappe 59 Euro kommt. Von den 9 Euro Gewinn kaufe ich mir ein Eis.

Die Verkäufe liefen übrigens alle auschließlich in der Veröffentlichungswoche und zwei Wochen danach ab. Seit dem wurden keine Songs mehr verkauft. Außerdem scheint iTunes nach wie vor das letzte Wort zu sein. Keine Verkäufe oder Plays von Amazon MP3, Spotify, eMusic und Konsorten.

Und jetzt?

Jetzt werde ich mal schauen wo und wie ich das Album bewerben kann. Ich bin Podcaster, ich kann auf Twitter noch mal die Werbetrommel rühren, und mir fallen bestimmt noch mehr Kanäle ein. Das Album ist jetzt erst mal ein Jahr lang drin, danach würde es mich noch mal 10 Euro kosten (glaube ich), es ein weiteres Jahr einzustellen. Je nach dem, wieviel bis dann verkauft wurde, entscheide ich, ob es sich überhaupt lohnt.

Was ich auf jeden Fall mitgenommen habe, ist Erfahrung, wie so ein Albumverkauf abläuft, was man braucht, und dass Werbung alles ist, solange man nicht bekannt ist.

Falls Ihr das Album nicht wahrgenommen habt: Hier kann man reinhören und es kaufen, wenn es einem gefällt.

Ach ja, im letzten Post fragte ich außerdem, was reverse kill für euch bedeutet. Für mich ist reverse kill im wahrsten Sinne das Gegenteil eines Mordes: Die zwanghaft eingeleitete Wiederauferstehung. Das durch Gewalt in die Welt zurückgeholt werden. Vielleicht sollte ich dem Prinzip folgen und die Rückholung in die Welt durch etwas Werbung erzwingen ;)

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Selbstversuch: Albumverkauf via iTunes

Mittwoch, 09.03.2011 um 11:19 von Peter Marquardt


Please go here for the english version of this article / Bitte diesem Link zur englischen Version des Artikels folgen

Ich bin schon seit ich denken kann ins Musikmachen verliebt. Mit sechs habe ich angefangen, mein erstes Instrument zu lernen und ich habe 1996 meine ersten grobschlächtigen Schritte im Komponieren elektronischer Musik unternommen. Seit dem passieren mir immer wieder mal Lieder und ich habe in 15 Jahren einen beachtlichen Katalog von 80 selbstgestrickten Titeln generiert, die fertig und halbwegs hörbar bis sehr gut sind.

Stilistisch ist meine Musik schwierig einzuordnen, wohl ein Mix aus Demoszene, Ambient und einer Hand voll anderer Genres. Sie wurde wegen ihrer Vielschichtigkeit und Schwebungen schon »Aquariummusik« genannt, von unbedarften als Techno verschrien und von einigen armen Irren als Geniestreich bezeichnet. Gemacht habe ich sie nach ersten Versuchen anderen zu gefallen irgendwann nur noch für mich selbst. Das hat befreit.

Tatsache ist, dass die Musik, die ich derzeit mache das erste Mal ein Level überschritten hat, das ich als veröffentlichungswürdig ansehe. Bisher habe ich meine Musik gern in einem versteckten Bereich oder teilweise öffentlich kostenlos als MP3s zum Download angeboten und vorzugsweise selbst gehört. Mich getraut Geld dafür zu verlangen habe ich bisher nicht, weil ich selbst noch nicht zufrieden genug damit war.

Renoise zu Tunecore zu iTunes

Das ist jetzt anders. Ich habe so viel Spaß an meiner Musik wie schon lange nicht mehr, und ich glaube, dass auch andere Spaß dran haben können. Um die Vermarktungsfähigkeit meiner Musik zu untersuchen und mal zu erfahren, wie so die Selbstveröffentlichungswege aussehen, habe ich also ein bisschen Geld in die Hand genommen und einen Dienst namens Tunecore bezahlt, um die Tracks meiner Wahl als Album in iTunes und ein paar andere digitale Musikläden zu stellen.

Die Aktion ist ein absoluter Schnellschuss, ich habe sogar noch zwei Titel im Eiltempo fertiggestellt, weil sie gut in die Reihe der anderen Stücke passten, die ich fürs Album ausgesucht hatte. Mir bot sich die Gelegenheit, ich dachte: Jo versuchen wir's. Wenn es klappt und ich damit ein paar Pfennige verdiene freut es mich, wenn nicht, war es eine hübsche Erfahrung. Außerdem hat es mich gezwungen, den Stand der Titel einzufrieren und als »fertig« zu definieren, was mich ungemein befreit und mir den Kopf für neue Musik öffnet, statt ewig an der bestehenden rumzudenken, weil man sie ja noch besser machen kann.

Drumroll please…

Hier ist es jetzt, gewachsen seit Februar 2010, fertiggestellt und eingereicht am 7. März 2011 und seit heute in den digitalen Läden:

lastfuture - reverse killAlbum in iTunes kaufen

lastfuture reverse kill Albumcover
(Affiliate-Link)

Album auf Amazon MP3 kaufen

Die Tracks

1. Humanity (intro)
Zutaten: Bebot auf dem iPhone, Garageband

Die Vertonung der ungesunden Schnelllebigkeit unserer Welt. Hat als Spielerei mit der Synthharp begonnen und wurde inspiriert durch Koyaanisqatsi.

2. Enigma
Zutaten: NanoStudio auf dem iPad

Entdecken neuer Werkzeuge Musik zu machen. Warnung: Teile dieses Tracks entstanden auf dem Klo.

3. Tension
Zutaten: Renoise, Garageband

Nachdem ich von der Stutterei angefixt war (siehe 5. Jet Car) wollte ich das auch in Renoise nachbilden, empfand das aber als wesentlich weniger komfortabel, wenn auch kontrollierbarer.

4. Princess
Zutaten: Hexatone auf dem iPhone, Korg iElectribe auf dem iPad, Four Track auf dem iPad, Renoise

Die Idee entstand aus dem Instrument für die Melodie, das in meinem Kopf gleich Fluten von Ideen losließ. Das Dornröschenschloss fraß sich fest.

5. Jet Car
Zutaten: Hexatone auf dem iPad, Garageband

Größtenteils im Zug zwischen Titisee Neustadt und Freiburg entstanden. War eigentlich nur als Hexatone-Test und Zeitvertreib gedacht. Der Stutter wurde live performt.

6. Rude
Zutaten: Psycle

Der Versuch, ob ich noch mit Windows und meiner dort bevorzugten Software klar komme. (Antwort: Jein) Das ist das Stück aus diesem Album, das am frühesten entstand.

7. Smoothie
Zutaten: Renoise

Experiment, durch verlangsamte Cellotöne spannende Schwebungen zu zaubern. Halbwegs geglückt.

8. Rubber, Bacon, Rock & Roll
Zutaten: Bebot auf dem iPad, Renoise

Ich weiß nicht mehr, was mich da geritten hat. Ehrlich. Trotzdem lässt es mich irgendwie nicht los.


Mich würde jetzt persönlich interessieren, was ihr euch unter dem Albumtitel vorstellt. Ich hab eine sehr konkrete Vorstellung, was »reverse kill« für mich bedeutet. Die Auflösung folgt bald.

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experiment: selling an album via iTunes

Mittwoch, 09.03.2011 um 11:17 von Peter Marquardt


Please go here for the german version of this article / Bitte diesem Link zur deutschen Version des Artikels folgen

I've been in love with making music for as long as I can think. When I was six I started learning my first instrument and in 1996 I took my first crude steps in making electronic music. Since then from time to time music would happen to me and over the course of 15 years I managed to generate a catalog of 80 complete and self-written titles which range from listenable to very good.

The style or genre of my music is hard to pin down. Something in between demo scene, ambient and a couple other genres. It has been called »aquarium music« because of its layers and floating sounds, some have foolishly called it Techno and a few poor souls thought it was a stroke of genius. After trying to please others at some point I instead started to make the music for my own sake. It was liberating.

One thing is certain: for the first time the music I'm making has passed the threshold at which I'm viewing it as worth publishing. Until now I've offered my music in a closed off area or in parts publicly as free MP3 downloads. My most loyal listener was probably myself. Taking money for it wasn't an option because I wasn't pleased enough with it.

Renoise zu Tunecore zu iTunes

But that has changed. I'm enjoying my music more than ever and I think others will be able to enjoy it, too. To test the waters of marketability of my music and to gain valuable experience regarding self-publishing I've invested a few bucks and used a service called tunecore to publish a few tracks as an album on iTunes and a few other digital music outlets.

That was a quick shot. I even finalized two tracks just in time because they would fit in with the other tracks on the album. The opportunity presented itself to me and I thought: yeah, why not let's try this. If it works out and I'll make a few pennies that's cool. If not then it will have been a good experience. It also forced me to label my tracks as »done« which was incredibly liberating because now I can look forward instead of thinking how I'll improve things further.

Drumroll please…

And so here it is. Grown over the course of one year and available for purchase today:

lastfuture - reverse killbuy album in iTunes

lastfuture reverse kill Albumcover
(Affiliate-Link)

buy album on Amazon MP3

The Tracks

1. Humanity (intro)
Ingrediens: Bebot on the iPhone, Garageband

2. Enigma
Ingrediens: NanoStudio in the iPad

3. Tension
Ingrediens: Renoise, Garageband

4. Princess
Ingrediens: Hexatone on the iPhone, Korg iElectribe on the iPad, Four Track on the iPad, Renoise

5. Jet Car
Ingrediens: Hexatone on the iPad, Garageband

6. Rude
Ingrediens: Psycle

7. Smoothie
Ingrediens: Renoise

8. Rubber, Bacon, Rock & Roll
Ingrediens: Bebot on the iPad, Renoise

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I am

Dienstag, 07.09.2010 um 21:24 von Peter Marquardt


I resist
I resent
I refuse
I regret
I repeat
I remind
I remember
I fret

I engage
I entangle
I see
I envision
I enter
I leave
I can't make a decision

I don't have
I don't need
I don't want
I don't care
I don't see
I don't hear
I don't speak
I despair

I disguise
I distort
I dismember
I die
I detach
I deincarnate
I am not I

I am nobody
I am no soul
I am here
I am everywhere
I am opaque
I am clear

I'm the earth
and the sun
and the sea
and the wind
I am everything
and yet I'm not where you think

I am outside of time
and of space
and of matter
outside of your logic
inside every letter

I am every droplet of ink on a page
I am there to express love and heartbreak and rage

I am prose
I am poetry
I am a word
I am sane
I am questionable
or absurd

Yet as much as I am,
I express
and I do
I am never myself
I am really just you

(Written within 20 minutes in a rush of poetic enlightenment)

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Alles neu

Samstag, 21.08.2010 um 16:01 von Peter Marquardt


Nachdem ich ja endlich mal mit meiner Visitenkarte zu Potte gekommen bin kam als nächstes in den letzten Nächten das Blog dran. Genau, dieses hier.

Es heißt jetzt nicht mehr design crime sondern lastfuture, es sieht neu aus und ich hab wo ich eh schon am Code war gleich noch die Kommentarfunktion endlich mal reinprogrammiert.

Richtig, nach über drei Jahren kann man jetzt endlich auch mal seine Meinung sagen.

Haut rein.

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